Erste Riester-Renten – die Ergebnisse sind schlimmer als befürchtet [de]

Mehr oder weniger überraschend titelt die Wirtschaftswoche heute: „@wiwo: Seit 12 Jahren gibt es #Riester, erste Verträge werden ausgezahlt – die Ergebnisse sind schlimmer als befürchtet http://t.co/jBfe26ZDHp“

Wenn man wie ich seit Jahren im Asset Management arbeitet, dann ist es nicht verwunderlich dass bei dem Riesterkonzept nur mäßige Ergebnisse herauskommen. In der Vermögensverwaltung liegen die Effizienzen in den Skaleneffekten großer Vermögen. Dies wirkt sich sowohl beim Pricing / Verwaltungs- und Abschlussgebühren aus, wie in den Nachteilen der Diversifizierungsmöglichkeiten kleiner Volumen. Weniger liquide oder Alternative Investments (Immobilien, Hedgefonds und Private Equity) bleiben außen vor.
Asiatische oder auch skandinavische Staatsfonds und amerikanische Universitäten machen das recht erfolgreich. Große Vermögen lassen sich breit diversifizieren und die Verwaltungsgebühren signifikant nach unten verhandeln. Kleinstteilige Riesterverträge können diese Vorteile nicht realisieren und fallen so voll dem Niedrigzinsumfeld zum Opfer.

Also weg mit individuellen Riester- und Rürupkonten und die Sparkomponente in einen deutschen Staatsfonds als Ergänzung zur umlagefinanzierten Rente.
Die Verwaltung des Staatsfonds kann dann wieder Asset Managern übertragen werden, denen ihre Riesterverträge wegbrechen. Mittelfristig aber ist die Veranstaltung and den jeweils besten Fondsmanagern zu übertragen.
Das „stupid German money“ würde durch so eine Bündelung and den globalen Finanzmärkten aber vielleicht etwas smarter und die Renten entsprechend höher…