Selbstversuch ayondo [de] 

Nachdem die Börsenmärkte aktuell keine eindeutige Richtung kennen, sondern in einem gewissen Band nur hin und her schwankten und noch dazu ein Risiko für einen kleinen oder größeren Crash nicht auszuschließen war, dachte ich mir es ist Zeit etwas neues auszuprobieren. Ein solches Umfeld dachte ich mir ist optimal für Trader, die im Zweifel gleichtägig Geschäfte auch immer wieder schließen. Da ich tagsüber keine Zeit habe ständig die Märkte zu beobachten, wäre für mich eine solche „Zockerei“ oder day trading selbst nicht möglich.

Aber dafür gibt es ja heute social trading Plattformen, bei denen man sich einfach an anderen Tradern anhängen kann. Es gibt eine ganze Reihe solcher Plattformen ein Startpunkt sich einen Überblick zu verschaffen kann der Blog Trading der Besten sein. Der ich aus Frankfurt kommen habe ich mich kurzer Hand für einen Test von www.ayondo.com entschieden.

Gut die Anmeldung geht erstmal flott, etwas verwirrend ist die Doppelanmeldung für die Plattform und das Livekonto. Ich war natürlich zu ungeduldig mir die Erklärvideos anzusehen und habe mich so durchgewurschtelt…

Also es ist natürlich ratsam erst einmal ausgiebig die Funktionen mit dem Demokonto zu erkunden. Also wenn man sein Geld automatisch durch andere (hoffentlich) vermehren lassen möchte, muss man sich zunächst Trader aussuchen. Dazu gibt es verschiedene Suchmöglichkeiten, nach Followern, Performance, Risikofaktoren etc. Bei mir hat die Suche nach Märkten leider nicht funktioniert, dass hätte ich gerne für eine Diversifikation genutzt. Dass die hübsche Blondine mit deutlich negativer Tradingbilanz zu den Top Tradern nach Followern gehört bedient viele Klischees aber spricht sicher nicht für den Sachverstand der Nutzer ?

Gut, nach etwa 14 Tagen steht mein aus verschieben Tradern zusammengesetztes Portfolio mit knapp 8% im Plus. Es könnte besser sein, wenn ich nicht zwischendurch einmal die Automatik zerschossen hätte, als ich mir ein paar Trader zusätzlich auf dem Demokonto mitlaufen lassen wollte. Scheinbar kann man entweder nur das Demokonto oder das Livekonto verwenden. Auch hat das Schließen von offenen Trades eines Traders, den ich aus dem Portfolio entfernt hatte nicht immer sauber funktioniert. Ggf. lag das an der App oder meiner Datenverbindung, jedenfalls sollte man das durchaus kontrollieren.

Ein anderer Grund sein Portfolio regelmäßig zu kontrollieren ist, dass einige Trader gerne Trades nicht konsequent schließen. Dies führte dazu, dass das Portfolio immer mehr gehebelt wurde und die offenen Marge zum Teil die 20% Marke überschritt. Ich kann deshalb nur jedem raten sich die Trader genau anzusehen, ob sie over night oder übers Wochenende Trades offen lassen, das ist dann eher Glücksspiel… Wer sich die jüngste Zeit ansieht, egal ob Dieselgate oder Paris, es kann immer etwas passieren was die Märkte stark bewegt. Wer dann ungewollt long gehebelt ist braucht starke Nerven… Es gibt aber auch Trader die hier sehr diszipliniert sind, so dass man die Wahl hat, ob man nur solche Trader ins Portfolio nimmt und sich wenig kümmern muss oder  auch andere Trader mit zum Teil eben auch besserer Performance nimmt, dann aber regelmäßig zur Risikolimitierung in das Tradegeschehen selbst eingreift.

Mein erstes Zwischenfazit ist: durchaus interessant, die technischen Features sind sicher noch ausbaufähig aber wenn man sich einmal reingefunden hat macht es durchaus Spaß und sorgt für einen gewissen Nervenkitzel.

… to be continued

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